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US-Staatsverschuldung – nun senkt auch Moody’s seinen Ausblick

4 Juni 2011
US-Bonität wird von Ratingagentur Moody bewertet

US-Bonität wird von Ratingagentur Moody bewertet

Die Schulden knabbern schon lange ein Loch in den US-Haushalt, doch erst jetzt wirft die Finanzwelt einen kritischen Blick über den Atlantik. Auch die Ratingagenturen stehen dem riesigen Schuldenberg der USA zweifelnd gegenüber, nach dem Länder wie Portugal oder Griechenland in Europa schon heruntergestuft worden sind. Vor rund sechs Wochen war es Standard&Poor, die den Ausblick senkte, nun ist Moody an der Reihe und glaubt nicht, dass die USA ihr Staatsdefizit noch in den Griff bekommen.

Moodys senkt den Ausblick und droht mit Herabsenkung der US-Bonität

Ob der Druck, der nun seitens der Ratingagenturen ausgeübt wird, wirklich etwas bewirken wird, bleibt angesicht des US-Haushaltsloch fraglich. Bis August sind es nur wenige Monate, dann aber hat die USA die Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen USD erreicht und ist somit faktisch pleite.

Aber nicht nur die Ratingagenturen zeigen die wirtschaftlich desulate Situation in den USA – auch die jüngst veröffentlichen Arbeitslosenzahlen lassen keinen Optimismus aufkommen. Die Arbeitslosenquote der USA lag im Mai bei 9,1 Prozent; im April stand die Quote noch auf 9,0 Prozent. Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf den DAX, der zum Wochenschluss bis auf 7.021 Punkte fiel, konnte sich aber durch Investoren am Nachmittag auf der 7.000 Marke halten.

Um das Staatsdefizit zu reduzieren möchte Barack Obama nun Einsparungen und Steuererhöhungen einführen. Das ist den Republikaner nicht genüge und möchte drastischere Maßnahmen. Allerdings bleibt keine Zeit zu diskutieren, denn kommt die USA finanziell nicht auf einen grünen Zweig, dann ist die Weltwirtschaftsmacht bankrott. Einen Aufschub gibt es nicht, das beschlossen nun jüngst die Republikaner im Repräsentantenhaus.

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