Studie: Die Mehrheit kennt nachhaltige Geldanlagen nicht

Studie: nachhaltige Geldanlagen sind oft ein unbekannte Investitionsmöglichkeit Bildquelle: comdirect.de
Im Gegensatz zu Bio-Produkten und Ökostrom sind nachhaltige Geldanlagen für viele Anleger ein unbekanntes Terrain. Nicht einmal die Hälfte der 1.010 Befragten in einer Umfrage der Comdirect und Forsa wussten überhaupt was nachhaltige, ökologische oder grüne Anlageprodukte sind.
Trotz starkem Volumenwachstum sind für viele Investoren nachhaltige Geldanlagen kein Begriff
Dennoch sind grüne Investments längst kein Nischenprodukt mehr – im Gegenteil der Markt boomt. Alleine in Deutschland wuchs das Marktvolumen im Bereich nachhaltiger Geldanlagen im Jahr 2010 gegenüber dem vergangenen Jahr um 68 Prozent auf beachtliche 13 Millionen Euro. Und trotzdem haben in der Studie der Comdirect lediglich 15 Prozent angeben schon einmal von nachhaltigen Investmentprodukten gehört zu haben.
Die Untersuchung macht aber gleichzeitig deutlich, dass es nicht nur an der Unwissenheit der Anleger liegt, nicht auf nachhaltige Geldanlagen zu setzen, sondern es kristallisieren sich sehr viele – unterschiedliche – Gründe heraus, die Investoren dazu veranlassen, nicht in grüne Anlagen zu investieren. Zum einen gaben 56 Prozent der Befragten an, dass sie gegenwärtig kein Kapital zur Verfügung haben, um in nachhaltige Investments anzulegen. Anderseits war der Informationsmangel für jeden Dritten ein Grund sich gegen nachhaltige Produkte zu entscheiden, wobei Frauen sich mehr uninformiert fühlen als Männer.
Des Weiteren räumt die Studie aber auch mit gewissen Vorurteilen auf. Denn grüne Anlagen sind nicht zwangsläufig nur etwas für Besserverdiener. Die Untersuchung zeigt, dass unabhängig vom Einkommen in nachhaltige Produkte investiert wird. Und das ist auch eigentliches Ziel der nachhaltigen Geldanlagen – sie wollen mit ihrem weiten Spektrum an Anlagemöglichkeiten jeden Investor ansprechen.





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