Spaniens Sparmaßnahmen führen zu Demonstrationen
Die am Sonntag stattfindenden Kommunalwahlen in Spanien sind derzeit von Demonstrationen überschattet. Grund für die friedlichen Ausschreitungen ist das harte Sparprogramm der spanischen Regierung und die hohe Arbeitslosigkeit des Landes. Bisher kam es zu keinen Gewaltakten und auch wenn seit dem Wochenende die Demonstrationen für illegal erklärt worden, so werden sie ungeachtet des Verbots fortgeführt – ein Einschreiten der Polizei haben die Demonstrationen nicht zu befürchten. Zu sehr vermeidet die spanische Regierung so kurz vor den Wahlen die Konfrontation mit den Demonstranten, um ein Wahldebakel zu verhindern. Deshalb werden die friedlichen Ausschreitungen trotz Verbot am Wahlwochenende vom Staat geduldet.
Gewaltfreie Ausschreitungen in Spanien – die Folgen einer geplatzten Immobilienblase
Seit der geplatzten Immobilienblase im Zuge der Finanzkrise vor rund drei Jahren, versucht sich das Land wirtschaftlich über Wasser zu halten. Wirkliche Erfolge stellen sich jedoch nicht ein. Zwar verzeichnete Spanien ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,2 Prozent im ersten Quartal des Jahres, gleichzeitig aber erreicht die Arbeitslosenquote mit über 21 Prozent einen neuen Rekordwert, der zuletzt vor 14 Jahren in Spanien herrschte. Deshalb – und aufgrund des Sparprogramms – begannen vor rund einer Woche die ersten Demonstrationen von meist jungen Menschen. Die Bevölkerung ist über das Sparprogramm der spanischen Regierung verärgert. In Folge der Einsparungen verloren viele Spanier ihren Job, mussten Einkommenskürzungen hinnehmen und Renten wurden eingefroren.
Die sozialistische Regierung wird wohl genau deshalb auch eine Wahlschlappe hinnehmen müssen und einige Hochburgen nach Kommunalwahlen verlieren.






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