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Sorgen um den Euro werden größer

Und wieder einmal ist der Euro der Mittelpunkt im aktuellen Geschehen des Devisenhandels. Denn nach einer leichten Erholung rutscht die europäische Gemeinschaftswährung nun Richtung 1,35 USD. Jetzt melden sich Experten zu Wort , die mit ihren Analysen keine Entwarnung geben. So auch John Hardy, Devisenstratege der Saxo Bank. Er befürchtet inzwischen, dass das Finanzdebakel Griechenlands mit hoher Ansteckungsgefahr verbunden ist und geht sogar einen Schritt weiter und befürchtet, dass der Euro einen Niedergang erleben könnte. Denn für den Strategen ist die Situation Griechenlands und deren Auswirken derzeit besorgniserregend.

Grund für seine Aussicht ist die stagnierende Erholung des Euros und der enorme Druck der Euroländer. Für Hardy ist das Problem Griechenlands lediglich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch hier steht John Hardy mit seiner Meinung nicht alleine. Auch die Volkswirtin bei Heleba, Claudia Windt, schätzt dass die Schuldenprobleme einiger Eurozonenländer weiterhin die europäische Währung belasten wird.

Nicht nur Experten, Strategen und Analysten sind skeptisch, sondern auch die Devisenhändler selbst sind inzwischen beunruhigt. Sie rechnen ebenso damit, dass der Eurokurs im Vergleich zum Dollar weiterhin in die Tiefe rutschen wird. Denn es ist ein Teufelskreis, wird Griechenland beispielsweise mit finanziellen Mitteln geholfen, muss dafür Geld aufgetrieben werden, dass wiederum bedeutet für die Eurozone neue Schulden. Damit wäre dann die europäische Zentralbank dazu gezwungen, den Leitzins weiterhin zu senken, bis dann ein Rekordtief erreicht ist. Dies wiederum hätte zu Folge, dass Investoren ihr Kapital dahin schaffen, wo der Zinssatz höher liegt beispielsweise nach Asien.

Es müsste einiges geschehen, damit der Euro wieder nach oben klettert. Doch bereits heute gab es den ersten Dämpfer. Denn die deutsche Wirtschaft hat sich im Februar wieder verschlechtert und das Ifo-Geschäftklimaindex von 95,8 Punkten zum Vormonat auf 95,2 Punkte gerutscht.

24 Februar 2010 | kerstin

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