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Rohölpreis erreicht neue Höchstmarke

27 Februar 2011

Rohölpreis steigt weiter und erreicht neue Höchstmarke!

Die derzeitigen Unruhen in den nordafrikanischen Staaten nehmen weiterhin zu. Seit Wochen herrschen blutige Unruhen in Ägypten und Libyen. Auch in Tunesien werden neue Demonstrationen gegen die Übergangsregierung gemeldet. Die Auswirkungen der Auseinandersetzungen in den nordafrikanischen Staaten sind nun ebenso in Europa spürbar. Der Rohölpreis steigt unaufhörlich und längst müssen deutsche Autofahrer beim Tanken tief in die Tasche greifen.

Es ist nun einmal der rational gesehene Aspekt – Libyen gehört international zu einem der 12 Ölförderländer. Und daher sind zwar die Straßenschlachten, die Flüchtlinge und die Menschen, die beim Versuch sich gegen das Gaddafi-Regime auf zu lehnen, sterben, sichtbar, spürbar ist in Europa aber (leider) nur der steigende Rohölpreis. Und er könnte weiter steigen, in Anbetracht dessen, dass nach neuesten Berichten sich die Unruhen im Irak weiterausgebreitet haben und daraufhin die größte Ölraffinerie des Landes nach einem Bombenanschlag bis auf weiteres geschlossen wurde. Ein vergleichbares Bild ergibt sich in Libyen. Dort hat das BASF-Tochterunternehmen Wintershall ihre Ölförderanlage mitten in der libyschen Wüste (rund tausend Kilometer von der Hauptstadt Tripolis) geschlossen. Wo bis vor wenigen Tagen noch 100.000 Barrel Rohöl täglich gefördert wurden, sind nur noch einige Wachmänner zu finden. Grund für die Schließung ist die Sicherheit der Mitarbeiter, die vom Unternehmen nun nach Hause gebracht werden.

Und so steigt der Rohölpreis innerhalb kürzester Zeit auf ein 30-Monats-Hoch. Die Nordseeölmarke Brent steht derzeit auf 119 US-Dollar pro Barrel, aber das ist noch lange nicht die Spitze des Eisbergs – zumindest nach Ansicht einiger Analysten. Wenn es nach den neusten Prognosen geht, dann könnte das Rohöl pro Barrel bis auf 220 US-Dollar steigen.

Die Situation sieht somit ziemlich drastisch aus. Wirklich? Oder alles nur ein unbegründetes Panikszenario ohne festen Boden? Fakt ist, dass Libyen derzeit das einzige der zwölf OPEC-Förderländer ist, in denen es zu Unruhen und damit im gewissen Maße zu Exportschwierigkeiten kam. 40 Prozent des Rohöls stammen von der OPEC, allerdings macht Libyen mit rund 2 Prozent des internationalen Ölangebots nur einen kleinen Teil aus. Unbedeutend vielleicht nicht, aber im Vergleich zu Saudi-Arabien, eines der Länder mit den größten Erdölreserven weltweit, doch nur ein kleines Gewicht in der mächtigen Waage der Rohöl-Maschinerie. Und Deutschland gehört nicht zu den Staaten, wenn es auch wirtschaftliche Beziehungen (noch) mit Libyen führt, die beim Rohöl von Libyen abhängig ist. Das meiste Öl stammt aus Russland und nur acht Prozent für in Deutschland benötigtes Öl stammen vom nordafrikanischen Staat. Trotzdem hat Libyen den Vorteil, dass nah an Europa exportiert und die Qualität stimmt. Trotzdem bleibt der steigende Rohölpreis und 1,57 Euro pro Liter Benzin Deutschland. Begründet wird es mit der Sorge, dass es knapp werden könnte mit dem Öl. Aber wird es das wirklich? Schließlich könnte alleine Saudi-Arabien selbst bei Sanktionen, die über Libyen verhängt werden, das fehlende Rohöl wieder ausgleichen. Ob die Sorgen nun unbegründet oder nicht, derzeit ist das Rohöl dem einen Leid und dem anderen Freud. Denn die andere Seite ist, dass  das Geschäft mit dem Rohöl für einige höchst profitabel ist.

Bildquelle: khv24/pixelio.de

1 Kommentar »

  • Max sagt:

    Also ich hoffe das der Preis vom Öl noch im diesem Jahr 2011 ansteigen wird, dann hat es sich für mich in diesem Jahr am Markt richtig gut gelohnt. Nur beim Silber war es ein wenig schlechter, aber das macht der Ölpreis wieder wet :D

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