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EZB: Leitzins wurde wie erwartet angehoben

8 Juli 2011

Leitzins wurde auf 1,50 Prozent angehoben

Wie erwartet wurde der Leitzins auf 1,50 Prozent angehoben, um einer steigenden Inflation entgegen zu wirken. Gleichzeitig waren aber auch wieder die Ratingagenturen erneut ein Thema. Denn nachdem Moody’s jüngst Portugal den Ramschstatus verliehen hat, wird die Kritik an den Handlungsweisen der Ratingagenturen wieder laut.

Neben Leitzinserhöhung viel Kritik an Ratingagenturen

Uneinigkeit herrscht zwischen Rating-Agenturen und Europa. Die einen sanieren und versuchen die Zahlungsunfähigkeit zu verhindern, die anderen sorgen mit Herabstufungen der Bonität dafür, dass die Zahlungsunfähigkeit vor der Tür steht. Deshalb hob die europäische Nationalbank nicht nur den Leitzins, sondern legte vorerst die internen Regeln für eine Mindestnote auf  Eis, um Portugal mit seinen Anleihen weiterhin Sicherheit bieten zu können. Denn für Jean-Claude Trichet mache Portugal Fortschritte beim Sanieren des eigenen Haushalts. Und mit der Außerkraftsetzung der Regeln, kann sich Portugal weiterhin Geld leihen. Kein ungewöhnlicher Schritt, auch für Irland und Griechenland wurden schon zuvor solche eine Liquidität geschaffen. Für Trichet ist das Aufheben der internen Regeln eine unmittelbare Reaktion auf die Entscheidung der Ratingagentur. Und auch sonst hielt sich Trichet in der Pressekonferenz nicht mit Kritik gegenüber den Ratingagenturen zurück.

In Deutschland herrscht eine vergleichbare Einstellung. Bundesaußenminister Guido Westerwelle fordert eine neutrale europäische Ratingagentur, die weltweit die gleichen Maßstäbe setzt.

Fernab der Diskussionen reagierte der Euro im Devisenhandel äußerst positiv auf die Anhebung des Leitzins, auch wenn der Kurs der europäischen Währung während der Pressekonferenz leicht schwankte, konnte sich der Euro auf einem hohen Niveau von 1,4290 USD halten.

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