Investitions Käufe treiben Eurokurs nach oben
Auf den Finanzmärkten dreht sich auch am heutigen Handelstag wieder alles um die europäische Währungsgemeinschaft. So stieg der Kurs des Euros wieder Richtung 1,27 US-Dollar. Noch zum Handelstart stand die Marke bei 1,2560 US-Dollar. Der kräftige Anstieg um fast fünf Cent hat laut Spekulationen einen bestimmten Grund. Denn es soll in New York am gestrigen Mittag eine größere Euro Order von über 400 Millionen US-Dollar eingegangen sein. So heißt es in Expertenkreisen, dass die Schweizer Nationalbank so genannte Unterstützungskäufe getätigt habe. Dabei habe die Schweiz nicht nur ein Wohltat für den Euro geplant. Mit diesen Käufen versucht die Schweiz ihren Franken zu schwächen um eine Deflation zu verhindern. Zudem leidet die Schweizer Exportwirtschaft derzeit ernorm unter dem schwachen Dollar.
Allerdings sehen viele Experten, dass die Unterstützung nur kurzfristig Wirkung zeigt. Denn die Unsicherheit auf den Devisenmärkten bleibt und die Schulden einiger Euroländer ist massiv, so der Devisenexperte der BHF Bank, Stephan Rieke. Es bestehe weiterhin ein hohes Ausfallrisiko bei Staatsanleihen und Anleger in Investitionen im Euroraum zu überzeugen sei in der augenblicklichen Lage einfach schwierig, so Rieke weiter.
Doch auch etwas anderes könnte den Kurs des Euros zum Wanken bringen. Denn heute stimmt die Bundesregierung über das größte Rettungspaket, dass es in der Eurozone je gab ab. Noch fehlt die Unterschrift des Bundespräsidenten und auch die SPD sowie die Grünen wollen sich enthalten. So heißt es nun bis zum heutigen Nachmittag auf den Finanzmärkten – bangen um die Entscheidung.





Einen Kommentar hinterlassen!