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Goldpreis im Höhenflug und kein Ende in Sicht

21 September 2010

Das Edelmetall Gold wird gerne am Devisenmarkt von Tradern gehandelt, da der Goldpreis keine starken Kursentwicklungen hat und als sichere Anlage gilt.

Der Goldpreis hat wieder ein neues Rekordhoch erreicht.  In der letzten Woche lag der Goldpreis bei 1283,25 Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm) und stieg somit um 0,6 Prozent. Es sieht derzeit nicht so aus, als würde er etwas stabil bleiben, die Feinunze steigt stetig weiter an, da Anleger enorme Furcht vor einem Rückfall der Weltwirtschaftskrise haben. Weiter geht die Angst um eine Inflation und Rezession um, daher wollen die Anleger auf der sicheren Seite sein und kaufen Gold.  Auch Silber und Platin haben sich wieder verteuert, blieben aber beide unter ihrer Bestmarke von Freitag vergangener Woche. Eine Feinunze Platin lag bei 1220,50 Dollar, Silber bei 20,86 Dollar.

Irland scheint zu scheitern

Durch die schwache Wirtschaftsentwicklung sieht es zur Zeit für Irland nicht rosig aus. Die Sanierung des Staatshaushaltes scheint wohl zu scheitern, wenn die Wirtschaftsentwicklung sich nicht bald nach oben bewegt. Das ist zumindest die Einschätzung der Zentralbank und goß somit noch Öl ins Feuer. Denn nach dieser Aussage stiegen die Risikoaufschläge, die auf zehnjährige Staatsanleihen vergeben werden, auf 414 Basispunkte. Im Vergleich zu entsprechenden Bundesanleihen ist dies ein Rekordhoch für die Inselrepublik. Somit steht die Wirtschaftskrise wieder auf der Tagesordnung der EU und damit werden Anleger verunsichert.

Wirft die USA die Notenpresse wieder an

Nicht wenige Spekulanten warten darauf ob die USA die Notenpresse wieder anwirft. Durch die mehr als enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA werden auch hier die Anleger verunsichert und werden daher weiter auf die Edelmetalle setzen. Sollte die Notenpresse wieder angeworfen werden, könnte die zusätzliche Liquidität, zumindest zum Teil, ebenfalls in Edelmetalle fließen. Nun wartet alles gespannt auf die Zinssitzung der US Notenbank (FED), die am Abend stattfinden soll. Daher wird wieder gegen den Dollar gewettet und in sich Gold geflüchtet, da die Aussichten auf eine erneute Lockerung der Geldpolitik sehr wahrscheinlich sind. Laut Daten der US-Terminbörsenaufsicht (CFTC) haben die Anleger ihre Netto-Verkaufspositionen im Greenback auf 13,55 Milliarden Dollar erhöht. Zuletzt waren diese Netto-Verkaufspositionen auf einem Wert von 9,77 Milliarden Dollar.

Warum der Goldpreis so steigt?!

Die Angst der Anleger zeigt sich in dem sie in Gold flüchten. Gold gilt als wertvolle und sichere Anlage. Grund der ernormen Steigerung des Goldpreises waren wohl die Zukäufe durch Fonds, da der Dollar immer mehr unter Druck geriet. In Frankfurt hieß es dass sich die Krisenwährung Gold nicht verbilligen würde, solange noch Wolken am Himmel wären. Und die sind ja durch die Wirtschaftskrise noch immer nicht vom Tisch. Auch der Vermögensverwalter Jens Ehrhard sagt, dass das langfristige Kuspotention noch lange nicht ausgeschöpft ist und empfiehlt daher in Gold zu investieren, aber etwa 15 Prozent des Gesamtdepots. Allerdings sollte aber auch überlegt werden ob bei solchen hohen Goldpreise ein Einsteigen unbedingt nötig ist oder ob nicht vielleicht doch abgewartet werden soll um Kursverluste zu vermeiden. Der Goldpreis soll zwar laut den meisten Analysten bis Ende des Jahres auf 1350 Dollar steigen, aber wird auch geraten mindestens die Hälfte seines Vermögens in dividendenstarke Aktien zu investieren.

Goldpreisentwicklung seit der Wirtschaftskrise

Stand der Goldpreis im September 2008 noch zwischen 700 und 800 Dollar pro Feinunze,  ist er seit der weltweiten Wirtschaftskriste stetig gestiegen. So lag er im zweiten Quartal 2009 schon bei gut 900 Dollar pro Feinunze und hat nach und nach zugenommen. Im dritten Quartal 2010 zahlt der Anleger zur Zeit 1283,25 Dollar/Feinunze und wie angenommen wird soll er bis auf 1350 Dollar zum Jahresende ansteigen.

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