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Finnlands Wahlergebnis beeinflusst Eurokurs

4 Mai 2011
Wahlen in Finnland beeinflussen die Euro Währung

Finnlands Wahlergebnis beeinflusst Eurokurs

Zum heutigen Handelswochenstart sank der Eurokurs leicht nach unten. Ursache dafür soll nach Meinung einiger Experten der gestrige Wahlausgang in Finnland sein.

Heute Morgen stand der Eurokurs bei einer Marke von 1,4370 USD und hat damit gegenüber Freitagnachmittag einen halben Cent verloren. Mitgründe dafür sollen die Wahlen in Finnland sein. Denn drittstärkste Partei mit 19 Prozent wurde die rechtspopulistische Partei “Wahre Finnen”. Noch ist die Konservativen  mit 20 Prozent stärkste Partei in Finnland, gefolgt von den Sozialdemokraten mit 19,1 Prozent. Dennoch könnte das Wahlergebnis Folgen für ganz Europa haben.

“Wahre Finnen” fordern Austritt aus der EU-Zone

Und auch wenn die Konservativen derzeit stärkste Partei in Finnland sind, so müssen sie eine Koalition bilden, um als Mehrheit mit 200 Sitzen im Parlament regieren zu können. Die Sozialdemokraten sind eine Möglichkeit, aber auch sie fordern Änderungen im EU-Stabilitätspakt. Die Rechtpopulisten hingegen gehen einen Schritt weiter. ” Wir waren bisher zu weich gegenüber Europa. Das muss sich ändern“, sagte der Chef der Partei “Wahre Finnen”, Timo Soini. Im Einzelnen bedeutet es, sich gegen den EU-Stabilitätspakt zu stellen und die Hilfszahlungen an die verschuldeten EU-Staaten zu blockieren. Das könnte nicht ohne Folgen für Europa sein, denn alle 27 Mitgliedstaaten müssen dem beschlossenen Pakt zustimmen, sonst kann er nicht in Kraft treten.

Aber eigentlich ist das Ergebnis des Wahlausgangs dennoch sehr überraschend. Noch vor vier Jahren kamen die „Wahren Finnen“ lediglich auf 4 Prozent. Für die Rechtspopulisten ein eindeutiges Zeichen dafür, dass es richtig war, beharrlich auf seinem Standpunkt zu bleiben und anscheinend sehen die Mehrheit der Finnen ebenso einen Sinn im Ausstieg der Eurozone.

Noch aber ist nichts entschieden, es wird noch einige Wochen dauern, bis die Konservativen eine Regierung bilden können – wahrscheinlich aber nur mit harten Verhandlungen.

Bildquelle: Thommy Weiss/pixelio.de

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