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EU-Gipfel beschließt dauerhafte Lösung zur Stabilität der Eurozone

17 Dezember 2010

EU-Gipfel beschließt dauerhaftes Rettungspaket

Der gestern beginnende EU-Gipfel brachte bereits am Abend erste Entscheidungen, die den Euro-Kurs am heutigen Handelstag nach oben brachten. Die EU-Regierungschefs und Vertreter beschlossen am gestrigen Abend eine dauerhafte Lösung für die Rettung verschuldeter Staaten. Zu unerwarteten Handlungen kam es auf dem EU-Gipfel indes nicht. Auch die EBZ kündigte eine Kapitalerhöhung, wie bereits vor Tagen erwartet, an. Doch der heutige Tag wirft jedoch gleichzeitig Schatten auf die Finanzwelt. Denn Irlands Kreditwürdigkeit wurde durch die Ratingagentur Moody´s gleich um fünf Noten nach unten korrigiert.

Bisher war der EU-Rettungsschirm eine Notlösung, die eigentlich nie zum Einsatz kommen sollte, es dann aber schnell tat. Doch eine dauerhafte Lösung ist er eben nicht und wird wohl auch nicht auf Dauer die Stabilität der Eurozone gewähren können. Vor allem die Bundesregierung sprach sich für ein Rettungspaket aus, welches ab 2013 für die EU-Staaten verfassungsrechtlich abgesichert ist. Einerseits können dann europäische Staaten, die den Euro als Währung besitzen, einen Stabilitätsmechanismus aktivieren, der dann die gesamte Euro-Zone stützen sollen. Allerdings werden finanzielle Hilfen zukünftig an striktere Bedingungen geknüpft.

EZB für die Kapitalerhöhung

Während die EU-Vertreter sich für einen dauerhaften Rettungsschirm ausgesprochen haben, wird die EZB indes zukünftig ihr Kapital erhöhen und erstmalig in ihrer Geschichte diesen Schritt wagen. Von rund 5,7 Milliarden Euro auf 10,8 Milliarden Euro soll das Kapital der europäischen Notenbank nun erhöht werden. Für die Aufstockung sind die einzelnen Notenbanken der EU-Zone zuständig. Alleine die deutsche Notenbank wird bis zum Jahresende 2011 rund 1 Milliarde in den EZB-Kapitaltopf werfen müssen.

Irland Kreditwürdigkeit nahe dem Ramschstatus

Während die einen über dauerhafte Lösungen für eine Stabilität innerhalb der EU-Zone verhandeln, spürt Irland die anhaltende europäische Krise ganz deutlich am eigenen Leib. Denn die Ratingagentur Moody´s stufte Irland gleich um fünf Noten nach unten. Damit folgt Moody´s anderen Ratingagenturen, wie beispielsweise Fitch, die bereits in dieser Woche Irlands Bonität nach unten korrigierte. Doch damit nicht genug, denn Moody´s betonte, dass es durchaus möglich wäre, Irland weiter in seiner Kreditwürdigkeit nach unten zu schrauben, wenn die Maßnahmen für die Staatsschuldenregulierung nicht greifen werden. Damit zieht sich die Schlinge enger um das Staatsdefizit Irlands und der Druck wächst erneut. Greifen die angesetzten Sparmaßnahmen nicht und wird das Geld aus dem EU-Rettungsschirm nicht sinnvoll eingesetzt, dann könnte Irland, ähnlich wie Griechenland, dem Ramschstatus verfallen.

Eurokurs unbeeindruckt von der Herabstufung Irlands

Es scheint als würde der Eurokurs ausnahmsweise die schlechten Nachrichten einfach außer Acht lassen und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Denn die Entscheidung des EU-Gipfels schadete am heutigen Handelstag dem Eurokurs nicht. Die europäische Währung konnte sich nach langen Auf und Ab endlich an der 1,33 USD Marke festsetzen und steigt damit zum Handelsvortag um einen knapp einen ganzen Cent.

Bildquelle: Gerd Altmann/pixelio.de

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