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Bericht des US-Senatsausschuss beschäftigt sich intensiv mit der Deutschen Bank

26 April 2011

US-Senatsausschuss veröffentlicht Bericht über zwielichtige Wertpapiergschäfte

Zwei Jahre arbeitete der US-Senatsausschuss an dem Bericht über zwielichtige Wertpapiergeschäfte, die mitunter Ursache für die Finanzkrise waren. Von den insgesamt 639 Seiten widmet sich der Bericht auf 46 Seiten den Geschäften deutschen Bank. Ihr wirft der US-Senatsausschuss vor, sie habe noch während des Ausbruchs der Finanzkrise wissentlich so genannte „Schrottpapiere“ an Investoren verkauft. Nun soll das Ganze der Börsenaufsicht und dem Justizministerium vorgelegt werden. In Folge der Veröffentlichung des US-Berichtes fiel die Aktie der deutschen Bank um mehr als drei Prozent nach unten.

Spekulative Geschäfte mit Schrottpapieren – nichts Ungewöhnliches vor der Finanzkrise

Vor der Finanzkrise war es eigentlich nicht selten, dass so genannte Collateralize debt obligations (CDOs) gehandelt wurden. Man verdiente Milliarden damit, Immobilienkredite zukaufen, sie in einem mehrstufigen Prozess zu verarbeiten und dann an Investoren wieder zu verkaufen. Doch man hörte schnell damit auf als man merkte, dass die Blase zu platzen drohte. Scheinbar aber nicht die Deutsche Bank, obwohl sie nicht die einzige Bank ist, die vom US-Senatsausschuss an den Pranger gestellt wurde. Dennoch scheinen die Verfahrensweisen der deutschen Bank, sofern man vom Bericht ausgeht, besonders dreist gewesen zu sein. In E-Mails – unter anderem von einem Händler der deutschen Bank (Greg Lippmann) – wurde dieser aufgefordert solche CPOs zukaufen, Lippmans Antwort darauf war, dass die Papiere zwar „selten gehandelt“ werden, dennoch könnte man versuchen „jemanden übers Ohr zu hauen“.

Auch Deutsche Bank Chef Josef Ackermann wird scharf kritisiert

Neben den schweren Vorwürfen des US-Senatsausschusses wird auch Josef Ackermann scharf kritisiert – allerdings nicht vom Ausschuss sondern vom ehemaligen Ökonomen des Internationalen Währungsfonds Simon Johnson, der in einem Interview mit der TAZ Ackermann als gefährlichsten Banker der Welt bezeichnet, weil eine Eigenkapitalrendite von bis zu 25 Prozent verlange. Die Deutsche Bank indes wies die Kritik zurück und sagte unter anderem, dass sie einer der wenigen Banken ist, die ohne finanzielle Hilfe der Steuerzahler aus der Finanzkrise kam. Fragt sich nur auf welchem Weg.

Bildquelle: Gerd Altmann/pixelio.de

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