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Aufwertung der chinesischen Währung beginnt – mit kleinen Schritten

24 August 2010

Aufwertung des Yuan durch die Zentralbank Michael Lemke©/pixelio

China ist bereit für neue Schritte, die zielsicher in eine Richtung tendieren und zwar hin zur Aufwertung des Yuan und weg von der Abhängigkeit des US-Dollars. Die erste Stufe ist inzwischen erklommen. Denn für ausländische Zentralbanken und Finanzinstitute ist es nun möglich auch Anteil am Anleihenmarkt des chinesischen Internetbankenmarkt zu haben. Eine nicht ganz unbedeutende Option für ausländische Institute. Denn der Internetbankenmarkt des Anleihenmarktes beträgt stolze 2,87 Billionen US-Dollar. Dagegen ist das Volumen an chinesischen Börsen kaum nennenswert.

Der Grund für das Öffnen seitens China formulierte der Chef Ökonom für China der Schweizer Bank, Wang Tao: “Das ist ein Teil des Versuchs, die Internationalisierung des Yuan voranzutreiben. Um ausländische Institute dazu zu bewegen, sich in der Yuan-Handelsabwicklung zu engagieren, müssen ihnen auch Investitionsmöglichkeiten in Yuan zur Verfügung gestellt werden” (Quelle: Die Presse). Darüber hinaus glauben Citigroup Analysten der Finanzagentur Bloomberg, dass die Rechnung aufgehen könnte. Sie vertreten die Ansicht, dass wenn der Hang fürs Risiko aufgrund der niedrigen Konjunktur weiterhin sich im Rahmen hält, könnten ausländische Investoren bereiter zu sein Yuan-Bestände zu halten. Ob allerdings der Yuan auch bald am Forex Markt handelbar ist, geht aus den Medienquellen nicht hervor.

Doch sicher ist, dass China nun seine Dollar Reserven eintauschen möchte  und das in andere Währungen. Auch der Euro gehört zu der Kategorie, von der das Land des Lächeln gerne mehr hätte. Dafür musste aber zunächst einmal Platz geschaffen und so minimierten sich bereits im Juni – das geht es aus den aktuellen Daten des US-Finanzministeriums hervor- die amerikanischen Staatsanleihen in einer Höhe von 24 Milliarden US-Dollar. Nun soll der Anlageschwerpunkt der Euro sein, da für China weiterhin der europäische Markt eines der Schlüsselmärkte sein wird, so sagte es Chinas Premier Wen Jiabao vor wenigen Wochen bei einem offiziellen Besuch in Deutschland. Aber so einfach wie es zu scheinen mag ist eine Abhängigkeit nicht. China hat die international gesehen die größten Devisenreserven, die sich inzwischen auf 1,9 Billionen Euro belaufen, darunter geschätzte 500 Milliarden in Anleihen aus der europäischen Zone und US-Staatsanleihen in Höhe von 660 Milliarden Euro. Damit ist China so zusagen der größte Geldgeber der USA. Das aber will die chinesische Regierung aber überhaupt nicht. Aber, so ist sich der Ex-Notenbankberater und heutiger Ökonom der staatlichen Wissenschaftsakademie, Yu Yongding sicher, dass wenn China nun im großen Stil Anleihen einfach so verkauft, damit dann als Amerikas größter Gläubiger aussteigt und sich herumspräche, dann würde die Papiere sofort an Wert verlieren. Um das zu vermeiden heißt die Lösung Umschichten. So sollen die derzeitigen US-Bestände nach und nach in anderen Währungen überführt werden ohne dabei den Markt zu beunruhigen. Doch auch hier hat der Ex-Notenbankerberater eine ganz eigene Ansicht. So rät er zu einer Freigebung des Yuan. Gleichzeitig müssten dann Peking beim Außenhandel draufzahlen

1 Kommentar »

  • Finanznachrichten.info sagt:

    Der Währungsstreit zwischen China und den USA geht in die nächste Runde…

    Wer ist schuld an den schlechten Wirtschaftszahlen in den USA? Wer ist schuld an der Arbeitslosigkeit und dem miserablen Handelsdefizit in den USA? Die Antwort scheint im Land der unbegrenzten Möglichkeiten schnell gefunden: China. Weil China irgendwie…

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